Schottland – Rundreise

Kommentare 2
Urlaub

Landschaft und Ruhe sind sicherlich zwei Wörter, mit denen sich Schottland beschreiben lässt. Schottland als Reiseziel steht bei einigen Leuten auf der Wunschliste und umso mehr freute es mich, dieses Jahr Schottland besuchen zu können.

In diesem Beitrag möchte ich euch die Tour beschreiben, welche wir durch Schottland gemacht haben.

Grundsätzliches zu unserer Planung:

Als Dauer planten wir 10 Tage inkl. An- und Abreise. Wir wollten mit einem Leihwagen eine Rundtour machen und die Übernachtungen sollten in Bed and Breakfast Unterkünften erfolgen. Startpunkt und Endpunkt sollte Edingburgh sein. Die Isle of Skye sollte natürlich auch nicht fehlen. Den Schottland Urlaub haben wir Ende Juni dieses Jahres gemacht.

In der Praxis sah unser Plan dann so aus:

Wie nach Schottland kommen ?
Es gibt sicherlich die Möglichkeit, mit Auto und Fähre nach Schottland zu fahren. Dieses Vergnügen erfordert – je nach Ausgangsort (wir müssten vom südöstlichsten Zipfel von Deutschland losfahren) – aber viel Zeit für das Auto fahren und zwangsläufig starke Nerven. Aus diesem Grund war für uns sehr schnell klar: wir fliegen. Bevor man einen Flug bucht, sollte man natürlich wissen, wo man hinfliegen möchte ;-). Edinburgh hat eine schöne zentrale Lage, somit sollte dies unser erstes Ziel werden.
Von München gibt es einmal die Möglichkeit mit der Lufthansa direkt zu fliegen, oder aber mit KLM über Amsterdam nach Edinburgh. Das Angebot mit KLM über Amsterdam nach Schottland zu fliegen, war preislich attraktiver als das Lufthansa Angebot.
Also buchten wir den Flug von München über Amsterdam nach Edinburgh, in Summe dauert die gesamte Reisezeit ca. 4h (inkl. Aufenthalt in Amsterdam).

Jetzt sind wir in Edinburgh und nun ?
Nachdem man die Grenzkontrollen hinter sich gelassen hat, machten wir uns auf die Suche nach unserer Autovermietung. Wir hatten mit Hilfe einer Suchmaschine ein günstiges Mietwagenangebot bekommen, dies hatte aber den Nachteil, dass diese Autovermietung nicht direkt beim Flughafen war. Aber das war in diesem Fall kein Problem: in der Buchungsbestätigung wurde uns eine Beschreibung mitgeliefert, wie wir zu der Vermietung kommen können.

Um uns etwas akklimatisieren zu können, hatten wir im Vorfeld entschieden, in der Nähe von Edinburgh aber doch außerhalb die erste Nacht zu verbringen. Nachdem wir das erste Mal auf der Autobahn unterwegs waren (Linksverkehr !!!), merkten wir, dass dies eine gute Entscheidung gewesen ist. Nach einer 30 minütigen Autofahrt kamen wir an unserem Hotel an. Kurz einchecken und dann ging es auch schon in den lokalen Pub, etwas essen und ein zwei Bier trinken.

Wie ging es dann weiter, sollte doch eine Rundtour sein oder?
Ja genau, nachdem wir das erste Mal ein englisches Frühstück genießen durften, ging es auch schon los. Ein kleines Fazit noch vom Frühstück:
– keinen Kaffee  trinken —> schmeckt nicht, lieber schwarzen Tee trinken der ist echt lecker:-)
– Ham, Cheese und Egg ist nicht unbedingt die beste Wahl: ham muss nicht immer lecker aussehen und schmecken

Aber in Summe sind wir satt geworden und konnten somit gestärkt die Fahrt in den Nordwesten antreten.
Unser erstes richtiges Ziel sollte Glencoe werden. Die Fahrtzeit sollte etwas 2h betragen. Um unterwegs noch etwas Landschaft „mitzunehmen“ entschieden wir uns, am Loch Lomond vorbei zufahren. Der Besuch am Loch Lomond war echt schön, war es doch unser erster Besuch an so einem schottischen Loch. Das Wetter war zwar nicht ganz so toll, aber durch diesen Nebel bekam der ganze Loch eine richtig mystische Ausstrahlung, was auch sehr beeindruckend war. Es war so schön windstill dort, so dass auch die Mücken (Mitches) kamen. Vor diesen kleinen Mücken liest man im Vorfeld sehr oft und ich kann sagen, dass diese kleinen Biester extrem nervig sein können. So lange es windig und sonnig ist, wird man von diesen kleinen Mücken verschont.
Nach diesem kleinen Stop machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Glencoe. Die Straßen sind nicht zu vergleichen mit den Straßen in Deutschland, diesen Anspruch haben wir aber auch nie erhoben. Rasen ist somit nicht drinnen und kann auch teuer werden, um so stärker wird man von der Landschaft abgelenkt. Die Landschaft verändert sich ständig und durch den Wechsel von Wolken zu Sonnenschein zeigt sich die Landschaft in Schottland immer wieder in einem neuen Bild.
Kurz vor Glencoe fährt man bergab durch ein sehr beeindruckendes Tal. Dieser Weg bietet einem ein tolles Panorama auf die umgebenden Berge und weiterhin ins Tal hinein. Es bietet sich an, an einem der verschiedenen Parkplätz anzuhalten, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Bei dem Besuch von Glencoe bieten sich folgende Dinge an:
– Besuch der Three Sisters
– Wanderung zum lost Valley  – unbedingt früh starten, um die Ruhe dort oben noch zu genießen
– Spaziergang am Loch Lieven
– massacre monument

Was macht man nach diesen zwei geplanten Tagen Glencoe ?
Nachdem wir in den letzten zwei Tagen Glencoe intensiv kennenlernen durften, ging es nun weiter zur Isle of Skye. Die Isle of Skye ist eines unser Hauptziele, aus diesem Grund verbrachten wir dort auch 3 Nächte.
Der Weg zur Isle of Skye führte uns unter anderem am Glenfinnan Viaduct vorbei. Eileean Donan Castel liegt fast direkt neben der Straße, wenn man zur Isle of Skye fährt. Ein Besuch bietet sich somit an, denn es handelt sich hierbei um die drittmeist besuchte Burg in Schottland. Viele Filme wurden hier gedreht und somit dürfte vielen diese Burg nicht ganz unbekannt vorkommen.

Als Ausgangspunkt haben wir uns auf der Isle of Skye den Ort Portree ausgesucht, zentral gelegen im Norden der Insel.

Genug vom klassischen englischen Frühstück?
Bei der Suche nach einer Unterkunft auf der Isle of Skye stieß ich auf ein vegetarisches Bed & Breakfast. Unter Berücksichtigung, dass der Anteil an Fleisch je nach eigener Vorliebe beim Frühstück variieren kann, war ein vegetarisches Bed & Breakfast eine willkommene Abwechslung. Die Unterkunft im Old Croft Haus in der Nähe von Portree ist echt schön und total gemütlich. Sam und Mark geben ihr bestes, damit die Gäste sich sofort wohlfühlen. Die Gäste können jeden Tag aus verschiedenen vegetarischen Frühstücksgerichten wählen, es gibt sogar die Möglichkeit vegane Varianten auszuwählen. Tja was soll ich sagen, das Frühstück war wirklich sensationell. Anbei ein Link zur Homepage klick

Jetzt haben wir eine tolle Unterkunft und was kann man nun auf der Isle of Skye alles sehen?

Im Wesentlichen haben wir uns folgende Dinge angesehen:

– Caribbean beach:
In der Nähe von Dunvegan Castle findet sich der so genannte Caribbean Beach, dieser Strand besteht aus Muschelschalen und leuchtet bei Sonneneinstrahlung wie in der Karibik. Leider war bei uns keine Sonne zu sehen, es war aber trotzdem sehr schön :).
– Dunvegan Castle: Diese Burg ist der Sitz des Mac Leads Clans. Im Rahmen einer Besichtigung lässt sich diese Burg anschauen. Sehr sehenswert ist auch der sehr schön angelegte Burggarten.
– Talisker Whiskey Brennerei:
Auf der Isle of Skye befindet sich die Talisker Whiskey Brennerei, im Rahmen einer Besichtigung kann man mehr über den Whiskey erfahren. Den einen oder anderen Whiskey kann man natürlich im Rahmen einer Verkostung auch probieren.
– Talisker Beach:
Nach der Besichtigung der Brennerei wollten wir uns den Talisker Beach noch anschauen. Nach einem kleinen Fußmarsch (mind. 30 min) kommt man auch schon am Strand an. Das Wetter war super schön und so konnten wir bei bestem Sonnenschein an diesem traumhaften Strand ein paar ruhige Minuten genießen.
– Old Man of Storr:
Eines der bekanntesten Fotos ist das Foto dieser Felsnadel, dem Old Man of Storr. Im Rahmen einer Wanderung kann man dieser beeindruckenden Felsformation etwas näher kommen. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt ziemlich windiges Wetter, somit war der Weg eher unangenehm.
– Quiraing: Wandern in Schottland soll auch funktionieren, haben wir uns sagen lassen. Welche Gegend bietet sich denn besser an als Quiraing. Am besten informiert ihr euch vor Ort, welche Routen es dort gibt, unsere Vermieter konnten uns auch sehr hilfreiche Tipps geben. Einige sehr sehenswerte Felsformationen sind: the needle, the prison ….
– Hafen von Portree:
Portree ist einer der größten Städte auf der Isle of Skye und bietet mit seinem Hafen ein sehr idyllisches Bild. Es laden verschiedenste Restaurants zum Besuch ein, um den fangfrischen Fisch zu verzehren. Auch dem „nicht- Fischessern“ bieten sich verschiedene Restaurant an. Das Café Arriba bietet tolle Speisen und ein geniales Ambiente mit Blick auf den Hafen.

Danach sind wir nach Inverness weitergefahren.

Was gibt es auf dem Weg nach Inverness so zu sehen ?
Das nächste Ziel auf unser Rundreise war die Stadt Inverness. Auf dem Weg dorthin fährt man am berühmten Loch Ness vorbei. Loch Ness ist einer der größten Seen Schottlands und soll ja bekanntlich das Ungeheuer Nessi beherbergen. Das Ungeheuer haben wir nicht gesehen, dafür aber viele Touristen, und wir müssen leider gestehen, dass der See jetzt nicht sooo überragend war, da ist Loch Lomond viel empfehlenswerter.
Wir sind danach weiter zum Culloden Battlefield gefahren, welches sich östlich von Inverness befindet. Auf diesem Schlachtfeld fand die letzte Mann-Gegen-Mann-Schlacht zwischen englischen Truppen und den schottischen Jakobitern statt. Die Engländer gewannen und konnten ihre Macht in Schottland weiter ausbauen. Nach dieser Schlacht wurden die Clans zerschlagen und seitdem gibt es keine Clans mehr. Man kann hier das imposante Schlachtfeld und ein sehr informatives Museum besichtigen.
Neben dem Schlachtfeld gibt es in der Umgebung von Inverness noch das Fort George. Fort George ist eine Festung, die sich nordöstlich von Inverness befindet. Sie ist tagsüber öffentlich und lässt sich besichtigen. Diese imposante Festung hatte die Aufgabe für Frieden nach dem Jakobitenaufstand zu sorgen. Die einzelnen Gebäude und die umfassenden Abwehranlagen vermittelt ein sehr anschauliches von der Funktion als Festung. Da das Fort sich auf Landzunge befindet, lassen sich mit etwas Glück Tümmler beobachten. Wer Möwen nicht mag, wird sich hier nicht lange aufhalten, da sie sich hier versammeln und ein Möwen“konzert“ veranstalten.

Wurde Edinburgh gar nicht angeschaut ?
Doch haben wir uns den Besuch bis zum Schluss aufgehoben. Nachdem wir eine Nacht in Inverness verbracht habe, sind wir direkt nach Edinburgh gefahren.  Wir wollten erst einmal die Ruhe und die Natur genießen. somit haben wir dann den Leihwagen vorher beim Flughafen abgegeben und sind dann mit dem Bus in die Innenstadt gefahren. Edinburgh hat eine echt schöne Altstadt, besonders zu empfehlen ist der Besuch der Burg und der Royalmile. Wir hatten das Glück, einen Wachwechsel auf der Burg zu beobachten, sehr interessant mit Dudelsack und Militärkapelle … Besonders zu empfehlen ist auch ein Besuch der unterschiedlichen Parkanlagen, dort lässt sich wunderbar entspannen. Der Botanische Garten soll auch traumhaft sein, wir haben ihn nur leider nicht gefunden, waren aber scheinbar nur 500 m davon entfernt, aber nach einem langen Fußmarsch und schlechtem Wetter haben wir dann davon abgesehen. Aber das nächste Mal wird es eines unserer Edinburgh Ziele!

Fazit:

Ein kurzes Fazit zu geben fällt mir echt schwer, bietet Schottland doch ein breites Spektrum an unterschiedlichen Eindrücken. Um die Landschaft in Ruhe zu genießen, solltet ihr unbedingt ausreichend Zeit einplanen. Lieber etwas entschleunigt und länger an einem Ort verweilen als zu viel in die meist zu kurze Zeit des Aufenthalts zu packen. Was auf der Karte nicht weit aussieht, dauert an Fahrzeit doch etwas länger als gedacht. Wir haben im Vorfeld alle Unterkünfte gebucht, gerade in der Hauptsaison ist das zu empfehlen. In Summe würde ich sagen, dies war nicht der letzte Schottland Besuch.

2 Kommentare

  1. Deine Bilder erinnern mich an den Film „Braveheart“ (mit Mel Gibson). Wirklich schöne Landschaft! Man merkt bei deinem Text auch die begeisterung für das Land. Scheint ein toller Ausflug gewesen zu sein 😀

  2. Hach, da erinnere ich mich direkt an mein Auslandssemester in Aberdeen zurück bzw. vielmehr an die daran anschließenden Reisen. Die Stadt habt ihr ja ausgelassen 😀 Ich war auf der Isle of Skye nur eine Nacht, das hat mir gereicht, war aber toll! Inverness haben wir uns geschenkt, weil wir echt so viele Lochs auf dem Weg zur Isle of Skye gesehen haben – sind roadtrip mäßig durchs Naturschutzgebiet -, dass es sich nicht gelohnt hätte. Als Stadt mochte ich Glasgow am liebsten, aber Edinburgh bietet mehr Sehenswürdigkeiten.

    (siehe auch mein Auslandssemester-Bericht haha http://morgenwirdgestern.de/about/aberdeen/)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.