Within the Frame

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Fotos

Mittlerweile lassen sich ja alle möglichen Fähigkeiten mittels YouTube Videos, durch das Surfen im Web oder Onlinekurse erlernen – ob dies zielführend und von Erfolg gekrönt ist, ist sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Gerade das Medium YouTube bietet teilweise echt gute Anleitungen, die einem auch einen gewissen Mehrwert bieten. Aber ein bestimmtes Medium ist vielleicht etwas angestaubt, hat aber immer noch eine sehr große Bedeutung: das gute alte Buch. Dies ist auch der Grund, dass ich mir immer mal wieder ein Buch zum Thema Fotografie kaufe, inhaltlich kann es dabei um bestimmte Fotografen oder auch um technische Themen gehen.
So war es auch dieses Mal: beim Surfen bin ich über eine Empfehlung für das Buch „Within the Frame“ von David duChemin gestolpert.

Within the Frame: The Journey of Photographic Vision (Voices That Matter)* beschreibt den Inhalt des Buches perfekt. Nämlich was ist der Inhalt meiner Bilder, was ist die Aussage dahinter.
Es geht dem Autor nicht darum, das „Wie“ im technischen Sinne zu erklären, es geht ihm darum, das „Warum“ zu erklären. Er möchte die Motivation, die Aussagekraft des Bildes genauer erläutern bzw. den Leser dazu zu motivieren, den eigenen Bildern einen eigenen Charakter, eine Geschichte hinter dem Bild zu geben. Der Autor zeigt aber einige Bilder, bei denen er technische Parameter wie Blende und Belichtung verändert und welche Auswirkungen dies auf das Bild im technischen Sinne, als auch auf die Bildwirkung hat.
Oft findet man in Büchern eher sachliche Bilder, anhand dieser Bilder werden dann verschiedene Aspekte erklärt. Im Buch „Within the Frame“ verwendet der Autor Bilder, welche eine enorme Wirkung haben. Auch ohne den Text wäre dieses Buch ein echt schönes Fotobuch, mit Bildern, die wirklich super sind und die Protagonisten auf den Bildern sehr realistisch dargestellt werden.
Es werden auch kurz unterschiedliche Objektive erklärt – wieso nicht einfach mal ein Porträt mit einem Weitwinkel machen?

Wie ihr seht, ist dieses Buch keine klassische „Wie lerne ich Fotografieren“ Lektüre. Es ist eigentlich ein Buch voll mit Anregungen zum Geschichten erzählen. Die Art des Autors, die Themen zu erläutern, tun ihr Übriges dazu. Man muss natürlich sagen, dass der Autor sich auf Porträts konzentriert, Landschaftsaufnahmen werden eher nicht besprochen. Aber diese Konzentration auf das Thema ist echt positiv.
Noch zwei Dinge:
1.: Das Buch richtet sich nicht an Anfänger, die einzelnen Begrifflichkeiten wie Blende, Verschlusszeit etc. sollten bekannt sein und beherrscht werden.
2.: Das Buch ist auf englisch, dies ist aber kein Problem, es lässt sich echt gut lesen.
Ich für meinen Teil fand das Buch super gut, um Ideen und Anregungen zu erhalten und empfehle es jedem, der mehr aus seinen Bildern raus holen möchte.
Am besten schaut ihr euch einfach mal die Internetseite von David duChemin von ihm an, es sind echt tolle Bilder dabei.

*Wenn ihr über diesen Link Bücher kauft, erhalte ich eine kleine Provision. Der eigentliche Preis des Artikels ändert sich natürlich nicht.

1 Kommentare

  1. Eine sehr schöne Empfehlung, schaue ich mir auf jeden Fall an und schreibe ich ggf. auf meinen Wunschzettel. Danke. In dem Zusammenhang sei der Hinweis auf die beiden Bücher von Roberto Valenzuela gestattet, Technisches suchst Du da vergebens. In seinem ersten Buch (Picture Perfect Practice/Perfekte Fotos mit System) geht es um allgemeine Bildgestaltung, Farben, Formen, Muster und Aufbau. Bei zweiten Buch (Picture Perfect Posing/Perfektes Posing mit System) geht es dann um Posing.

    Ich kann beide absolut empfehlen.

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