Wanderung zur Blaueishütte und zum Blaueisgletscher

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Wandern

Ein lang gestecktes Ziel, das durch die etwas unsichere Wetterlage der letzten Wochen etwas warten musste.

Dieses Wochenende war es so weit: um kurz nach 6 Uhr aus dem Bett gequält, Proviant gepackt, gut gefrühstückt und los Richtung Hintersee bei Ramsau.

Startpunkt sollte der Parkplatz Seeklause sein – wer die Gaststätte Seeklause kennt, sollte sich von dem gleichen Namen nicht irritieren lassen, der Parkplatz Seeklause ist genau auf der anderen Seeseite – sehr wichtig, ansonsten darf man 2x 4 EUR Tagesparkkarte zahlen. Woher wir das wissen – keine Ahnung, reine Vermutung…

Wie überall im Berchtesgadener Land einfach erstmal den gelben Schildern folgen. Zuerst gehts dem Forstweg ein paar hundert Meter entlang und dann biegt der Weg nach links Richtung Schärtenalm, Hochkalter, Blaueishütte, Schärtenspitze ab.

Durchgehend folgt man einem breiten Forstweg, also sehr leichte Wandermöglichkeiten, doch die Steigung erfordert Durchhaltevermögen und Kondition und v.a. gutes Eintakten der eigenen Kraft. Sprich: langsam gehen ist absolut von Vorteil!
Der Forstweg geht in weichen breiten Kehren stetig und manchmal stark ansteigend nach oben.

Das erste Zwischenziel ist die Schärtenalm bei 1329 m, die zum ersten Radler einladen könnte, aber wir wollten nicht da schon unsere Motivation sitzen lassen, daher ging es problemlos weiter Richtung Blaueishütte, die wir dann nach ca. 2 h erreicht haben, natürlich nicht bevor wir die letzten 30 min davor eine Stufe nach der anderen erklimmen durften.

Bei der Blaueishütte (1680 m) angekommen, gab es erstmal Aussichtfotos und eine Stärkung, um dann aber noch zum 50 min entfernten Blaueisgletscher zu gelangen – dem nördlichsten Gletscher der Alpen.

Problem hier war: das Ziel war weiter weg, als das Auge dachte und aufgrund des Kiesgerölls durfte man sich selber seinen Weg zum Gletscher bahnen, also vorgestapfte Trampelpfade gab es nicht mehr, und die letzte Strecke zerrt etwas an den Kräften, da das Geröll die meiste Kraft der Schritte wegzieht.

Aber sobald man die letzten Schneeausläufe erreicht hat, kann man hinunter in den Kessel blicken, der vom Hochkalter und der Schärtenspitze umrahmt wird.

Rückweg ist die gleiche Strecke wie der Hinweg. Beim Runtergehen bis zur Blaueishütte muss man doch etwas Acht geben, da gelegentlich eine kleine Rutschpartie kostenlos mit dabei ist… Manchmal ist es sehr hilfreich, seitwärts runter zu gehen, da mehr Gleichgewichtsstabilität vorhanden ist – zumindest bei uns.

Obwohl im Rother Wanderführer Berchtesgadener Land die Strecke mit 6:00 h ausgezeichnet war, haben wir die Tour in gut 4:10 h Gesamtzeit geschafft.

Diese Tour eignet sich sicher sehr gut für Mehrtagestouren, da von der Blaueishütte der Hochkalter begehbar ist und weitere Berggipfel den Wanderer rufen.

Fazit:
– leichte Tour von der Wegbeschaffenheit
– super Ausblick auf die Berge des Berchtesgadener Landes
– z.T. ganz schön anstrengende Steigungen
– nördlichster Gletscher der Alpen direkt begehbar

Noch ein paar Daten zur Tour:

Distanz: 12 km
Dauer: 4 h 10 min
Höhenmeter: 1150 m

4 Kommentare

  1. feigl hans sagt

    Eine sehr schöne Wanderung zur Blaueishütte mit wunderbarer Aussicht.
    Auch der Empfang von den Hüttenwirtsleuten war nett und freundlich und das Essen hat wunderbaren Geschmack gehabt. Trotz der momentanen Umbauarbeiten wurde ich rasch bedient und ich werde wieder einmal diese wunderschöne Blaueishütte besuchen.
    Liebe Grüsse an die Wirtsleute und bis bald

    Hans Feigl

  2. Dr.Jürgen Kempny sagt

    Nach “ 2,5 “ mal Watzmannhaus war ich mit meinem Freund Peter im Juli 2011 Gast im Blaueishaus. Die Stimmung, der Service, das Essen und natürlich die Ausblicke- alles super und beeindruckend. Deshalb geht es in diesem Jahr nochmal im Juli hoch und diesmal mit dem Besuch des Gletschers.
    Als Flachländler, der gleich 73 Jahre alt wird, bin ich stolz auf meine Leistung.

    Grüße und bis bald an die Blaueishütten-Bewirtschafter
    Dr. Jürgen Kempny
    Berlin-Wandlitz

  3. OMR Dr.med.Jürgen Kempny sagt

    Wer einmal dort oben im Blaueishaus war, der muß nochmal dort hin. Im Jubiläumsjahr 2012 der Blaueishütte war ich wieder mit meinem Freund und Anwalt Peter Peukert aus Potsdam dort oben. Diese Bergwanderung ist eine der “ Schönsten “ in den Alpen. Sie ist anstrengend,für den Durschnittskonditionierten zumutbar und die Ausblicke beeindruckend. Die aufmerksame Bedienung in der Blaueishütte läßt schnell die Strapazen vergessen
    Freundliche Grüße mit der Hoffnung das die Reste des Gletschers noch lange erhalten bleiben.
    Jürgen Kempny, Juli 2012

  4. Pingback: Wanderung durch das Klausbachtal | weykenat.net

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