Wanderung Schönau – Sankt Bartholomä

Kommentare 2
Wandern

Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz unterhalb der Kunsteis-Bobbahn in Schönau am Königssee. Von dort folgen wir dem geteerten Weg bergauf Richtung Grünstein und lassen die Bobbahn links liegen. Die Bobbahn einmal im eisfreien Zustand zu sehen, ist sicherlich auch sehr interessant und bietet so manche AHA-Erlebnisse.

Nach etwa 15 Minuten erreichen wir einen steil ansteigenden Waldweg,  (den so genannten Klingergraben) der uns weiter bergauf führt.  25  Minuten, nachdem wir am Parkplatz gestartet sind, erreichen wir nun den Grünstein-Klettersteig.

Nachdem wir den Klettersteig hinter uns gelassen haben, bietet sich die Möglichkeit, über den Grünstein zur Kührointalm zu wandern. Da wir aber schon einmal auf dem Grünstein waren, entschieden wir uns für den Forstweg, der direkt zur Kührointalm führt (Mark. Nr. 443).
Weiter geht es nun auf sehr gut ausgebauten, aber teilweise sehr steilen Forstwegen – hier ist Durchhaltevermögen und Motivationsdenken nötig ;). Der Weg befindet sich fast ausschließlich im Schatten, was ein sehr angenehmes (kühles) Wandern ermöglicht. Etwa 1 1/2 Stunden nach Start der Wanderung erreicht man die Kührointalm. Hier bieten sich eine Rast und ein Besuch der Ausstellung über den Nationalpark an. Von der Kührointalm aus können verschiedene Touren weiterverfolgt werden: zum Einen zum Watzmann/Watzmannhaus, Grünstein, zur Wimbachbrücke oder weiter nach Sankt Bartholomä.

Bevor wir aber nun unseren Weg Richtung Sankt Bartholomä weiter fortsetzen, entschieden wir uns für einen Abstecher zur Archenkanzel (Weg 443). Von dort aus bietet sich dem Wanderer ein super Panorama auf Salet, Sankt Bartholomä, den Königssee und die umliegenden Berge – laut „Wanderführer Berchtesgadener Alpen“. Alpenvereinsführer alpin heißt es, dass es hier einen der schönsten Tiefblicke auf den Königssee gibt, was wir bestätigen können.
Nun bietet sich entweder die Möglichkeit, den Anstiegsweg zurück zum Parkplatz an der Bobbahn zu gehen oder man geht Richtung Sankt Bartholomä (Weg 443).

Wir entschieden uns für den Weg nach Sankt Bartholomä über den Rinnkendlsteig, wichtig: es handelt sich hierbei um eine schwarze Tour der Kategorie KS 1 – mit sehr vielen (mindestens 20 z.T. längeren) seilgesicherten Strecken, die gelegentlich auch Steig-Stufen hatten.

Der Abstieg erfolgt in drei unterschiedlichen Abschnitten (=Wegbeschaffenheit):

Abschnitt 1 besteht aus z.T. längeren ausgesetzten Stellen, die mit Seil und/oder Steigstufen versehen sind und seilgesicherte Leitern. Diese Stellen waren sehr steil, daher auch die Seilsicherungen, die manchmal gar nicht nötig waren. In Summe die anstrengendste Strecke, die man nicht schnell bewältigen und weder Entfernungs- noch Höhenmeter schaffen kann (durch die Sonneneinstrahlung auch die wärmste Strecke).

Der Abschnitt 2  ist auf teilweise sehr rutschigem Geröll und schmalen sonnenbeschienenen Wegen zu bewältigen, später im Schatten sind die Wege mit großen Steinen versehen, die auch sehr viel Aufmerksamkeit  beim Gehen fordern -> geht gut auf Bein- und Armmuskulatur (wenn man mit Wanderstöcken unterwegs ist)

Abschnitt 3 geht durch den Wald in zahlreichen Kehren, in z.T. steilen Serpentinen nach unten.

Wer sich also für diesen Weg entscheidet, sollte unbedingt über Trittsicherheit verfügen sowie keine Höhenangst haben ;). Belohnt wird man aber mit einer atemberaubenden Aussicht über den Königssee.

Nach etwa 2 − 2 1/2 Stunden Abstieg erreicht man dann den Königssee, wo man sich dann eine Abkühlung (für die Füße und/oder den Mund) verschaffen kann.

Eine wirklich tolle Tour, die aufgrund der Aussicht auf die Umgebung die Anstrengungen leicht vergessen lässt. Man sollte unbedingt genug zum Trinken dabei haben und früh mit der Wanderung starten. Wir starteten unsere Wanderung um 6.30 Uhr in Schönau und kamen inkl. Pausen gegen 12 Uhr am See an. Durch den frühen Start hatten wir während der Wanderung wirklich sehr angenehme Temperaturen.

Fazit:

– super Aussicht von der Archenkanzel
– Großteil des Weges führt durch den Wald (sehr angenehm temperiert)
– Abstieg Richtung Sankt Bartholomä sehr anstrengend
– am besten sehr früh aufstehen, dann ist das Wandererlebnis um so schöner – und unser Weg wurde durch eine Gams gekreuzt, die aber so schnell war, dass wir sie nicht fotografieren konnten

Ein paar Daten zur Tour:
Dauer: 4h
Distanz: 11km
Höhenmeter:  ca. 800m

2 Kommentare

  1. merca sagt

    Und hier schon an Position 2 . Hier gibt es erste leichte Kraxeleien im Stil des Leonhardstein-Aufstiegs. Wenn die Kinder hier Probleme mit der Trittsicherheit haben, darf man auf keinen Fall weiter gehen. Der Weg ist im Folgenden sehr schön, weil es zwischen dichter und lockerer Bewaldung wechselt, der Pfad mal einfach, mal kraxelig ist, und man immer wieder schöne Ausblicke hat. Bzgl. Wegcharakter und Trittsicherheits-Anforderungen erinnert es hier etwas an die Reichenbachklamm oder die Höllschlucht.

  2. Pingback: Wanderung zum Watzmannhaus | weykenat.net

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.